Intervallfasten: Pro & Contra

Intervallfasten: Pro & Contra

Angesichts der stetig steigenden Zahl übergewichtiger und schwer übergewichtiger Menschen in Deutschland sind funktionierende Diäten gefragter denn je. Die 16:8-Diät, auch als Intervallfasten bezeichnet, ist dabei nicht erst seit Eckart von Hirschhausens Buch in aller Munde. Gleichzeitig gibt es jedoch durchaus kritische Stimmen, die den Erfolg und die gesundheitliche Verträglichkeit der Methode bezweifeln. Welche Aspekte dabei eine Rolle spielen, wird im Folgenden erläutert.

Intervallfasten: Vorteile

Durch die lange Zeit ohne Nahrung wird die Fettverbrennung des Körpers angeregt. Diese steht oft über längere Phasen nahezu still, wenn der Körper mit durch die Ernährung aufgenommenen Kohlenhydraten beschäftigt ist – sie werden bevorzugt verbrannt. Fastenepisoden können daher ein gutes Hilfsmittel sein, um Fettpolster effektiv anzugreifen.

Viele Menschen fühlen sich ohne Nahrungsmittelverbote wesentlich wohler mein ms-sportversand.de, da sie nicht den Eindruck haben, in ihrer Ernährung eingeschränkt zu werden, und insbesondere auf Lieblingsspeisen nicht verzichten müssen. Hinzu kommt das Gefühl, bei jeder Mahlzeit genug essen zu dürfen und tatsächlich satt zu werden.

Intervallfasten: Nachteile

Anhänger des Intervallfastens beziehen sich häufig auf unsere Vorfahren, die Hungerperioden durchmachen mussten, und werben daher mit dessen Natürlichkeit. Allerdings ist allein die Tatsache, dass Steinzeitmenschen hungern mussten, kein Garant für die Gesundheit der Methode – durchschnittlich erreichten Steinzeitmenschen lediglich ein Alter von 33 Jahren. Fakt ist, dass Hunger einen Stressor für den Körper darstellt, nicht, wie oft behauptet, eine Erholung. Thesen, dass beispielsweise der Darm „Ruhepausen“ benötigen würde, gelten als nicht belegt.

Übergewichtige werden durch das Intervallfasten nicht zu einer besseren Ernährung angeleitet, die Gewichtsreduktion wird lediglich durch eine geringere Kalorienaufnahme erreicht. Es entsteht jedoch kein Bewusstsein über die Menge und Qualität der aufgenommenen Nahrungsmittel. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung mit nachhaltigem Gesundheitsbewusstsein kann daher kaum entwickelt werden.

Einige individuelle Faktoren sprechen gegen das Intervallfasten: Es ist keinesfalls für Diabetiker geeignet, da diese leicht in den Zustand der Ketose geraten können – hier ist regelmäßige Nahrungsaufnahme lebenswichtig! Auch das Bedienen schwerer Maschinen kann eingeschränkt sein, denn es ist möglich, dass Episoden von Unterzucker entstehen.

Fazit

Ein erhebliches Problem ist, dass dem Intervallfasten in vielen Publikationen Vorteile zugerechnet werden, die bei anderen ausgewogenen Diätformen ebenfalls auftreten würden. Positive gesundheitliche Resultate wie ein geringeres Risiko für Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen sind mit der Gewichtsreduktion verknüpft, nicht spezifisch mit der Methode „Intervallfasten“.

Das spricht jedoch nicht grundsätzlich gegen das Intervallfasten. Wer schon mehrere Diäten ausprobiert hat und schlecht mit dem Verzicht auf einzelne Nahrungsmittel umgehen kann, kann durchaus einen Versuch wagen. Wichtig ist, auf Kontinuität und den eigenen Körper zu achten, um herauszufinden, ob diese Methode die richtige ist

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