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Was sich 2020 alles ändert

Sylvester liegt hinter uns, ein neues Jahr hat begonnen – und mit ihm neue Regelungen und Gesetze. In vielen Bereichen ändert sich einiges für den Bürger. Damit wir ins Fettnäpfchen treten und wir unvorbereitet in neue Situationen geraten, gibt es nachfolgend die wichtigsten Änderungen für den Steuerzahler, Arbeitnehmer sowie Familien und Patienten.

Thema Finanzen

Beginnend mit dem 1. Januar erhöhen sich die Einkommensgrenzen sämtlicher Steuersätze um 2 Prozent. Dadurch sollen Lohnsteigerungen durch einen erhöhten Steuertarif nicht erneut untergehen. Ebenfalls angehoben wird bei der Einkommenssteuer der Grundfreibetrag um jeweils 240 Euro auf 9408 Euro bei Ledigen, bei Verheirateten erhöht er sich auf insgesamt 18.816 Euro. Der steuerliche Kinderfreibetrag wird um 192 Euro auf insgesamt 5172 Euro erhöht.

Geschäftsleute und Arbeitnehmer, die häufig auf Reisen sind, erhalten höhere Verpflegungspauschalen. Wer mindestens 24 Stunden geschäftlich reist, kann in der Steuererklärung täglich jeweils 28 Euro geltend machen. Bei kürzeren Reisen beläuft sich der Betrag auf 14 Euro täglich. Arbeitnehmer, die eine Arbeitswohnung gemietet haben, profitieren von einer günstigen Arbeitswohnung. Wenn diese nämlich mehr als mindestens zwei Drittel mehr als der üblichen Ortsmiete zahlen, müssen die Mieter die Differenz der Vergleichsmiete nicht mehr versteuern.

Glücksspiel Reform

Im März 2020 soll es zu einer entschiedenen Glücksspiel Reform in Deutschland kommen. Bundesländer einigen sich auf Reform des Online-Glücksspiels ab 2021. Somit werden Sportwetten und Online Casinos dann nun endlich legal – Allerdings mit Einschränkungen. Bestimmte Neukunden Bonusangebote wird es so nicht mehr geben. Der klassische Casino Bonus soll verboten werden. Diese Einschränkungen werden vor allem neue Online Casinos hart treffen.

Thema Verkehr

Luftlinie

Fliegen wird im Frühling 2020 vermutlich teurer, so ist es vorgesehen. Ab dem 1. April steigen die Steuern auf die Flugtickets im Inland und in EU-Staaten um sattte 5 Euro auf insgesamt 13,03 Euro an. Wer weiter fliegt und bis zu 6000 Kilometer im Flugzeug hinter sich lässt, der zahlt sogar 10 Euro mehr. Die ganz langen Strecken werden mit 18 Euro mehr versteuert.

Unterwegs mit der Bahn

Wer mit der Bahn fährt, der spart. Fahrten mit der Bahn werden ab dem 1. Januar 2020 günstiger. Fernreisen kosten dann 17,90 Euro, das sind 2 Euro weniger als bisher. Zudem dürfen Soldaten, die eine Uniform tragen, künftig ab dem 1. Januar 2020 umsonst mit der Bahn fahren. Fernfahrten werden ca. 10 Prozent günstiger durch die Senkung der MwSt.

Auf deutschen Straßen

Ab dem 1. Janar 2020 gibt es eine Überarbeitung der StVO (Straßenverkehrsordnung). Der zur Zeit amtierende Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) steht für mehr und höhere Bußgelder sowie neue Verkehrsschilder für Radfahrer. Außerdem sollen alle Autofahrer, die keine Rettungsgasse bilden ein Bußgeld von mindestens 200 Euro zahlen und zusätzlich 2 Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot von einem Monat erhalten. Wer in zweiter Reihe parkt, soll künftig 55 Euro Strafe zahlen, wer den Verkehr behindert muss 70 Euro zahlen und erhält einen Punkt. Wann und wie genau diese Änderung in Kraft treten, wird derzeit noch heiß in den Ministerien diskutiert. Fest steht jedoch, dass sie in Kraft treten werden dieses Jahr.

Thema Ernährung und Gesundheit

Ab dem 1. März kommt sie, die Impfpflicht gegen Masern. Kinder, die in eine Kita, Krippe, einen Hort, eine Schule oder ähnliche Gemeinschaftseinrichtung gehen sollen, müssen gegen Masern geimpft sein. Ebenso müssen Lehrkräfte, Erzieher sowie sämtliche Betreuungskräfte geimpft sein. Tagesmütter unter 50 Jahren müssen sich ebenfalls impfen lassen. Lediglich für Kinder und Betreuungskräfte, die zum 1. März schon eine solche Einrichtung besuchen oder dort arbeiten, gibt es eine Übergangsfrist. Bis zum 31. Juli 2021 müssen sie die Impfung gegen Masern nachweisen. Wer sich gegen diese Pflicht weigert, zahlt viel Geld. Es werden in diesen Fällen Bußgelder bis zu einer Höhe von 2500 Euro ausgesetzt.

Beim Zahnersatz sinkt ab Oktober 2020 die Zuzahlung für Krankenversicherte. Statt der bislang 50 Prozent Zuzahlung der Krankenkassen sind es ab Oktober 60 Prozent. Wer seit mindestens zehn Jahren sein Bonusheft korrekt führt, erhält sogar eine Zuzahlung von 75 Prozent.

Für Patienten und Patientinnen gibt es ebenfalls Erleichterungen bei der Terminvergabe. Der Patient darf nicht länger als 4 Wochen auf seinen Termin warten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Hausarzt, einen Fach- oder Kinderarzt handelt. Dafür müssen die Arztpraxen mehr Zeit für den Kassenpatienten einplanen. Statt bislang 20 Stunden müssen sie nun 25 Stunden in der Praxis arbeiten. Zudem gibt es ab dem 1. Januar eine bundesweit einheitliche Notdienstnummer, die unter der 116 117 zu jeder Zeit erreichbar ist, besonders bei Notfällen.

Lebensmittel müssen nun mit einer sogenannten Lebensmittelampel versehen sein. Diese kennzeichnet mit grünen bis roten Farben, wie gesund das Lebensmittel ist. Mit dem Nutri-Score können Fertigproduktehersteller die Vorderseiten ihrer Verpackungen farblich kennzeichnen. Bei ganzheitlicher Betrachtung erkennt der Verbraucher, ob dieses Produkt eher gesund oder schädlich für den Körper ist.

Raucher von Menthol-Zigaretten müssen ab Mai 2020 auf ihren Lieblingstabak verzichten. Dieser wird zu diesem Zeitpunkt nämlich nicht mehr verkauft, die Übergangsfrist für deren Verkauf wird dann erloschen sein.

Thema Wohnen

Die Strompreise werden ab 2020 leider stark ansteigen. Gründe dafür sind zum einen die Kosten der Förderung des Ökostroms, zum anderen sind es höhere Gebühren der Netzbetreiber für die Durchleitung des Stroms.

Ab dem 1. Januar gibt es mehr Wohngeld. Allerdings steigt es individuell, da mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Dazu zählen unter anderem die Größe der Wohnung und der Bewohner. Insgesamt erhalten 180 000 Haushalte zuzüglich das Recht auf den Anspruch von Wohngeld. Berechtigte Haushalte erhalten ab sofort 196 Euro statt wie bisher 147 Euro.
Haus- und Wohnungsbesitzer bekommen drei Jahre eine steuerliche Förderung sofern sie in den Klimaschutz investieren. Neue Heizungen oder gedämmte Decken sowie Wände werden begünstigt, wenn das Haus oder das Gebäude der Eigentumswohnung älter als zehn Jahre ist. Insgesamt können 20 Prozent der Kosten können von den Steuern abgezogen werden. Wer einen Energieberater beauftragt, der erhält sogar 50 Prozent Steuervergünstigung. Wer die Ölheizung austauscht, erhält einen Zuschuss von 40 Prozent.

Ende 2020 ist Schluss mit der Romantik am Kachelofen oder am alten Kamin. Dann nämlich erlischt ihr Feuer, wenn sie eine Typprüfung bis Ende 1994 haben. Diese Öfen und Kamine müssen dann entweder nachgerüstet oder stillgelegt werden. Sollten keinerlei Informationen über den Schadstoffausstoß mehr vorhanden sein, muss ein Schornsteinfeger die Messungen durchführen. Nur wenn die Werte stimmen, darf das Feuer die Besitzer weiterhin wärmen.

Thema Soziales und Arbeit

Die Mehrwertsteuer wird bei vielen Produkten von den derzeitigen 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt. Dazu zählen unter anderem Binden, Tampons und E-books. Diese Produkte sind dann natürlich für den Verbraucher günstiger zu kaufen.

Neue Auszubildende dürfen sich ab Januar freuen. Sie erhalten künftig ab dem ersten Ausbildungsjahr einen Mindestlohn von 515 Euro im ersten Ausbildungsjahr. In den folgenden zweiten und dritten Jahren steigt die untere Grenze der Bezahlung um 100 Euro an. Jedoch gibt es hier einen Haken. Den Mindestlohn gibt es nur für Auszubildende, die nicht in einer Branche mit Tarifvertrag arbeiten. Besteht ein solcher, dann greift der Mindestlohn nicht, wenn der Ausbildungslohn im Vertrag niedriger angegeben ist.

Alle Studenten, die Bafög beziehen, werden zu Beginn des Wintersemesters 2020/ 2021 mehr Bafög erhalten, nämlich 861 Euro.

Auch der Mindestlohn für Geringverdiener steigt ab Januar. Sie erhalten statt der derzeitigen 9,19 Euro ab sofort 9,35 Euro.

Ab dem Juli 2020 wird die Rente angepasst. Rentner und Ruheständler aus dem Westen bekommen 3,15 Prozent mehr Rente, Rentner und Ruheständler aus dem Osten bekommen 3,92 Prozent mehr. Im März 2020 beschließt die Bundesregierung die genaue Höhe.

Wichtige Hygieneregeln im Alltag

Hygiene sollte ein wichtiger Bestandteil in unserem Leben sein. Nicht übertrieben, aber in dem Maße, dass es uns vor unnötigen Ansteckungen vor Erkältungen und ähnlichem schützt. Neben grundsätzlichen Regeln wie Hände waschen nach dem Toilettengang oder nach der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist in Zeiten vom Coronavirus erhöhte Vorsicht vor Ansteckung geboten und die Hygienevorschriften sind strikter und umfangreicher.

Das ist auch gut so, denn die Möglichkeit, sich mit dem gefährlichen Coronavirus zu infizieren, ist durchaus gegeben – besonders in Bundesländern mit vielen Infektionen und in gefährdeten Ländern. Große Menschenmengen sollten vermieden werden, Veranstaltungen über 1000 Besuchern werden ab sofort grundsätzlich untersagt. Was können wir tun, um uns selber und unsere Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen? Mit Bedacht und Umsicht handeln, Verantwortung übernehmen und täglich ein paar mehr Minuten für die Hygiene einplanen. Für ein sicheres und gesundes Miteinander.

– Waschen Sie sich regelmäßig über den Tag verteilt die Hände. Ganz besonders nach dem Toilettengang, dem Nase putzen, Husten und Niesen. Niesen und Husten Sie ausschließlich in ein Taschentuch oder in die Armbeuge. Benutzte Taschentücher sofort entsorgen nach dem Benutzen, nicht mehrfach benutzen. Bevor Sie Essen zubereiten, sollten die Hände gründlich gereinigt werden, auch danach. Wenn Sie von der Arbeit, dem Einkaufen oder von Ihrer Freizeitgestaltung nach Hause kommen, waschen Sie sich bitte die Hände. Dabei gilt die Regel: Mindestens 20 Sekunden lang mit Seife einschäumen, danach gründlich abwaschen. Für Kinder ist die Regel zweimal Happy Birthday singen, solange du die Hände einseifst, sehr lustig und praktisch. Handtücher für die Hände und Geschirrtücher täglich wechseln. Sofern Sie Haustiere haben, auch hier gesonderte Regeln beachten und die Hände nach jedem Kontakt mit dem Tier reinigen. Der Coronavirus kann auch auf Haustiere übergehen, wenn auch nicht so stark wie bei uns Menschen. Haben Sie Kontakt zu Erkrankten, mindestens zwei Meter Abstand halten und sich vor und nach dem Besuch die Hände gründlich waschen. Für eine Reinigung unterwegs geht ein desinfizierendes Handgel oder Tücher mit Alkohol.

– Halten Sie Ihre Hände vom Gesicht fern. Fassen Sie mit den Fingern weder an die Augen noch an den Mund oder die Nase. Die Bakterien des Coronavirus verbreiten sich auch im Rachenraum und über die Schleimhäute. Wenn Sie sich im Gesicht jucken oder kratzen müssen, dann bitte vorher die Hände waschen oder desinfizieren.

– Wunden und Verletzungen jetzt besonders gut abdecken, denn auch über sie gelangen Bakterien in den Körper. Kleinere Wunden mit einem Pflaster, größere mit einem Verband abdecken. Notfalls lassen Sie sich von einem Arzt verbinden.

– Sollten Sie erkranken, dann benutzen Sie bitte kein gemeinsames Geschirr und Besteck sowie Handtücher. Halten Sie sich möglichst in einem anderen Raum auf als die anderen Haushaltsmitglieder und tragen Sie einen Mundschutz, wenn Sie mit jemandem reden möchten. Die Toilette zweimal täglich ordentlich reinigen. Keinen engen Körperkontakt in dieser Zeit und bleiben Sie zuhause. Das gilt auch für eine Erkältung oder die normale Grippe.

– Reinigen Sie Ihre Wohnung gründlicher als sonst. Besonders Badezimmer und Küche sollten sehr sauber sein und täglich geputzt werden, ganz besonders alle Oberflächen. Als Putzmittel reichen herkömmliche Haushaltsreiniger. Die Putzlappen nach dem Gebrauch entsorgen.

– Regelmäßiges Lüften ist sehr wichtig. Öffnen Sie drei- bis viermal täglich die Fenster jedes Raumes komplett für fünf bis zehn Minuten.
– Geschirr und Wäsche nach Möglichkeit heiß waschen, 60 Grad reichen jedoch völlig aus und die herkömmlichen Waschmittel ebenfalls.
– Leicht verderbliche Lebensmittel immer gekühlt im Kühlschrank oder der Tiefkühltruhe aufbewahren. Kein rohes Fleisch und keine rohen Tierprodukte essen. Das Fleisch oder die Wurst müssen mindestens bei 70 Grad gebraten oder gekocht werden. Obst und Gemüse vor dem Verzehr sorgfältig waschen.

Intervallfasten: Pro & Contra

Angesichts der stetig steigenden Zahl übergewichtiger und schwer übergewichtiger Menschen in Deutschland sind funktionierende Diäten gefragter denn je. Die 16:8-Diät, auch als Intervallfasten bezeichnet, ist dabei nicht erst seit Eckart von Hirschhausens Buch in aller Munde. Gleichzeitig gibt es jedoch durchaus kritische Stimmen, die den Erfolg und die gesundheitliche Verträglichkeit der Methode bezweifeln. Welche Aspekte dabei eine Rolle spielen, wird im Folgenden erläutert.

Intervallfasten: Vorteile

Durch die lange Zeit ohne Nahrung wird die Fettverbrennung des Körpers angeregt. Diese steht oft über längere Phasen nahezu still, wenn der Körper mit durch die Ernährung aufgenommenen Kohlenhydraten beschäftigt ist – sie werden bevorzugt verbrannt. Fastenepisoden können daher ein gutes Hilfsmittel sein, um Fettpolster effektiv anzugreifen.

Viele Menschen fühlen sich ohne Nahrungsmittelverbote wesentlich wohler mein ms-sportversand.de, da sie nicht den Eindruck haben, in ihrer Ernährung eingeschränkt zu werden, und insbesondere auf Lieblingsspeisen nicht verzichten müssen. Hinzu kommt das Gefühl, bei jeder Mahlzeit genug essen zu dürfen und tatsächlich satt zu werden.

Intervallfasten: Nachteile

Anhänger des Intervallfastens beziehen sich häufig auf unsere Vorfahren, die Hungerperioden durchmachen mussten, und werben daher mit dessen Natürlichkeit. Allerdings ist allein die Tatsache, dass Steinzeitmenschen hungern mussten, kein Garant für die Gesundheit der Methode – durchschnittlich erreichten Steinzeitmenschen lediglich ein Alter von 33 Jahren. Fakt ist, dass Hunger einen Stressor für den Körper darstellt, nicht, wie oft behauptet, eine Erholung. Thesen, dass beispielsweise der Darm „Ruhepausen“ benötigen würde, gelten als nicht belegt.

Übergewichtige werden durch das Intervallfasten nicht zu einer besseren Ernährung angeleitet, die Gewichtsreduktion wird lediglich durch eine geringere Kalorienaufnahme erreicht. Es entsteht jedoch kein Bewusstsein über die Menge und Qualität der aufgenommenen Nahrungsmittel. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung mit nachhaltigem Gesundheitsbewusstsein kann daher kaum entwickelt werden.

Einige individuelle Faktoren sprechen gegen das Intervallfasten: Es ist keinesfalls für Diabetiker geeignet, da diese leicht in den Zustand der Ketose geraten können – hier ist regelmäßige Nahrungsaufnahme lebenswichtig! Auch das Bedienen schwerer Maschinen kann eingeschränkt sein, denn es ist möglich, dass Episoden von Unterzucker entstehen.

Fazit

Ein erhebliches Problem ist, dass dem Intervallfasten in vielen Publikationen Vorteile zugerechnet werden, die bei anderen ausgewogenen Diätformen ebenfalls auftreten würden. Positive gesundheitliche Resultate wie ein geringeres Risiko für Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen sind mit der Gewichtsreduktion verknüpft, nicht spezifisch mit der Methode „Intervallfasten“.

Das spricht jedoch nicht grundsätzlich gegen das Intervallfasten. Wer schon mehrere Diäten ausprobiert hat und schlecht mit dem Verzicht auf einzelne Nahrungsmittel umgehen kann, kann durchaus einen Versuch wagen. Wichtig ist, auf Kontinuität und den eigenen Körper zu achten, um herauszufinden, ob diese Methode die richtige ist

Fisch essen mit gutem Gewissen?

Fisch ist nicht nur gesund, sondern auch lecker. Trotzdem fällt umweltbewussten Menschen der Genuss teils schwer, denn die Überfischung der Meere sowie tierquälerische Fangmethoden stellen ein großes Problem dar. Was bleibt dem Verbraucher also, wenn er weder auf Fisch verzichten noch die zerstörerischen Methoden des industriellen Fischfangs unterstützen möchte?

Fischratgeber als Einkaufswegweiser

Das erste Gebot lautet: Informieren. Organisationen wie Greenpeace oder fair-fish stellen kostenlos Ratgeber zur Verfügung, die darüber aufklären, wo und wie welcher Fisch gefangen wird und wie stark die jeweilige Art bedroht ist. Dazu geben sie eine Einschätzung, ob und zu welchen Bedingungen der Verzehr einer Fischart vertretbar ist oder weshalb der Konsum besser ganz vermieden werden sollte. Diese Fischratgeber werden stetig aktualisiert und können so als zuverlässiger Wegweiser für den bewussten Einkauf gelten.

Kennzeichnung ist Pflicht

Unabhängig davon, ob der Fisch frisch auf dem Markt oder in Form von Fischstäbchen im Supermarkt gekauft wird, sollte der Verkäufer oder Hersteller immer eindeutige Angaben zu Fischart, Fangort, Fangmethode und Produktionsweise machen können. Die Fischkennzeichnung ist seit dem 1. Januar 2002 Pflicht, tatsächlich halten sich viele Händler aber noch nicht oder nur unzureichend daran. Der Verbraucher sollte beim Einkauf also auf die Vollständigkeit dieser Angaben achten und gegebenenfalls fehlende Informationen einfordern.

Wildfisch oder Zuchtfisch?

Der Fang von Wildfisch ist in erster Linie industriellen Bedürfnissen angepasst, weshalb im Prinzip keine Fangmethode als empfehlenswert angesehen werden kann. Wichtige Kriterien für nachhaltige und schonende Fischerei sind: Eine kurze Fangdauer, die Vermeidung von Beifang, die Vermeidung von Geräten, die den Lebensraum von Meerestieren zerstören, und eine schnelle Schlachtung der gefangenen Tiere. Dass Zuchtfisch im Allgemeinen die bessere Alternative ist, da damit einer Überfischung der Meere entgegengewirkt wird, stimmt nur bedingt. Denn häufig sind diese Anlagen lediglich Massenzuchtstationen, in denen die Tiere viel zu wenig Platz haben und zudem mit Fischmehl aus Wildfängen gefüttert werden. Eine tatsächliche Alternative bieten zertifizierte Öko-Aquakulturen, bei denen die artgerechte und umweltschonende Zucht im Vordergrund steht – beispielsweise das Naturland-Siegel findet sich auf Fischen aus vertretbaren Züchtungen.

Gütesiegel als Gewissheit?

Mittlerweile tragen viele Fischprodukte unterschiedliche Siegel, die eine nachhaltige Fischerei garantieren. Siegel wie Marine Stewardship Council (MSC) oder Friend of the Sea (FOTS) leisten einen wichtigen Beitrag zu verbesserten Bedingungen in Industrie und Handel. Dennoch werden die einzelnen Produkte im Allgemeinen nicht streng genug kontrolliert und auch die Richtlinien für die Zertifizierung sind häufig unzureichend, so ist Tierquälerei häufig gar kein Ausschlusskriterium. Generell gilt: Die meisten Produkte mit Gütesiegel sind eher zu empfehlen als welche ohne Gütesiegel, dennoch sollte der Verbraucher auch hier kritisch bleiben und sich weitergehend informieren.

Weniger ist mehr: Das eigene Konsumverhalten überdenken

Am sinnvollsten trägt der Verbraucher zu einer Veränderung bei, indem er nur selten Fisch isst. Die eine Fischart zu meiden und dafür eine andere im Überfluss zu verzehren, ist nur eine Verlagerung des Problems und trägt in keiner Weise zu einer Veränderung bei. Wie alle anderen Tierprodukte, sollte auch Fisch wieder als etwas Kostbares gelten. Der schweizerische Verein fair-fish rät sogar: „Einmal Fisch im Monat – Meer gibt’s nicht her“. Nicht jeder Mensch ist so diszipliniert, dennoch gilt: Wer selten und dafür bewusst Fisch isst, der kann diesen dafür umso mehr genießen!

Für Genuss und Gesundheit Teil Eins

Schon seit Urzeiten werden Kräuter und Gewürze gesammelt und für die Zubereitung von Tees, als Arznei oder einfach zum Würzen von Speisen verwendet.
Bereits unsere Vorfahren schätzten den Genuss von Frühlingskräutern, nicht wegen ihres guten Aromas, sondern vor allem auch wegen ihrer wohltuenden, stärkenden Wirkung.

Schließlich halfen die jungen Kräuter den Vitamin-C-Mangel des vorausgegangenen Winters auszugleichen.

Heute schätzt man Kräuter und Gewürze überwiegend wegen ihrer schier überwältigenden Fülle an unterschiedlichen,
wohl schmeckenden Aromen. Egal, ob sie ein Gericht dominieren oder sanft umschmeicheln, ob sie die Magensäfte anregen oder einfach nur hübsch aussehen, ohne Kräuter und Gewürze ist die moderne, kreative Küche nicht denkbar.

Mit Kräutern umgehen

Wirklich frische Kräuter erkennt man am betörenden Duft und an ihren knackigen, saftigen Blättchen. Kaufen sie niemals Kräuter, die ihre Blätter schon hängen lassen. Sie sind überlagert und besitzen nur noch eine mangelhafte Würzkraft.
Frische Kräuter gibt es beim gut sortierten Gemüsehändler, auf dem Wochenmarkt, im Feinkostgeschäft oder im Gemüseregal des Supermarkts.

Kräuter aufbewahren

Einmal geerntet, machen frische Kräuter schnell schlapp.
Deshalb sollten Sie die Kräuter in Bunden sortiert getrennt locker in Gefrierbeutel oder Frischhaltedosen geben und verschlossen im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.
So gelagert halten sich Basilikum, Petersilie und Co. ein bis zwei Tage im Kühlschrank.
Es gibt sie oft auch gefroren oder getrocknet in den genannten Geschäften oder online im Internet zu kaufen.
Übrigens: Besonders praktisch sind Kräuter im Topf, die man gut auf der Fensterbank, dem Balkon oder im Garten ziehen kann.
*- Versandadressen großer Kräutergärtnereien finden Sie am Ende des Artikels.

Rezept: Artischocken in Kräutervinaigrette

für 4 Personen
4 Artischoken
Saft von zwei Zitronen
1 unbehandelte Zitrone
6 Zweige Zitronenmelisse
1 Bund glatte Petersilie
1 Stängel Bohnenkraut
2 Schalotten
6 EL Olivenöl
1 Messerspitze Senf, Dijon oder ähnlicher
Salz, schwarzer Pfeffer
1 Prise Zucker oder einen TL Honig

110 Minuten Zubereitungszeit – 40 Minuten vorbereiten 35-40 Minuten Garzeit 30 Minuten Abkühlzeit
Pro Portion: 235 kcal/980 kJ

Die Artischoken waschen und die Stiele dünn schälen. Die äußeren, holzigen Blätter abzupfen. Von den übrigen Blättern die Spitzen abschneiden.
Etwas Wasser mit dem Saft von einer Zitrone vermischen und die vorbereiteten Artischoken sofort hineinlegen.
In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen. Die unbehandelte Zitrone heiß waschen, in 1 1/2 Zentimeter dicke Scheiben schneiden und mit den Artischoken in das kochende Wasser geben.
Die Artischoken zugedeckt bei mittlerer Hitze 35 bis 40 Minuten garen, bis sich die Blätter leicht ablösen lassen.
Die Artischoken mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und abtropfen lassen, Kochwasser aufheben. Das Gemüse lauwarm abkühlen lassen.
Die Kräuter abbrausen und trockenschütteln. Die Blättchen von den dickeren Stielen zupfen und die zarten Stiele mitverwenden. Die Kräuter hacken. Die Schalotten abziehen und in sehr feine Würfel schneiden.

Das Olivenöl und den Senf mit dem Schneebesen kräftig aufschlagen. Nach und nach den Saft von einer Zitrone und 4 Esslöffel von dem Kochwasser darunter schlagen. Die Kräuter unter die Vinaigrette rühren und alles mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

Die Artischoken darin marinieren und auf Teller setzen.

Tipp: Wer die Artischoken kalt servieren möchte, kann sie schon am Vortag garen und im Kühlschrank aufbewahren.

Rezept: Wildkräuter-Eier-Dip

3 Eier
50 g gemischte Wildkräuter (Sauerampfer, Löwenzahn, Brunnenkresse und Pimpinelle)
200 g Joghurt
100 g saure Sahne
2 EL Rapsöl
1 große Zitrone
Kräutersalz
grob geschroteter bunter Pfeffer
1/2 EL Ysopsblüten

25 Minuten Zubereitungszeit
Pro Portion: 170 kcal/ 705 kJ

Die Eier hart kochen, kalt abschrecken, abkühlen lassen, pellen und fein hacken.
Die Wildkräuter abbrausen, trockenschütteln und hacken.
Den Joghurt mit der sauren Sahne, dem Öl und zwei Esslöffel Zitronensaft verrühren und mit Kräutersalz und Pfeffer würzen.
Die gehackten Euer und die Wildkräuter untermischen. Den Dip vor dem Servieren mit den Ysopblüten bestreuen und servieren zur Hauptspeise wie z.B. Artischoken in Kräutervinaigrette oder zu Rohkostgemüse-Sticks.

Rezept Omlett mit Wildkäutern

für 4 Personen
Je 50 g Brennnesseln, Löwenzahn, Sauerampfer und Brunnenkresse
Salz
6 Eier
4 EL Mineralwasser
schwarzer Pfeffer
4 EL Olivenöl
100 g Schafskäse

30 Minuten Zubereitungszeit
Pro Portion: 375 kcal/1570 kJ

Die Kräuter waschen, abtropfen lassen und dicke Stiele entfernen. Reichlich Salzwasser aufkochen und die Kräuter darin knapp eine Minute blanchieren. Herausnehmen und sehr gut abtropfen lassen.
Die Eier in eine Schüssel aufschlagen und das Mineralwasser hinzufügen. Eier und Wasser mit dem Schneebesen gut vermischen.
Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen, die Eier hineingießen.
Die Kräuter darauf verteilen und das Omlett bei mittlerer Hitze auf jeder Seite 2 bis 3 Minuten braten.

Zu *

– Kräuterversand

Artemisia Hopfen 29
88167 Stiefenhofen/Allgäu
Tel.: 083 86-96 05 10
Link: https://artemisia.de/

Kräuterzauber
Kräuter und Duftpflanzen Auf dem Berg
27367 Horstedt
Tel.: 042 64-22 84
Link: https://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de/

Gewürze aus aller Welt
Viola’s Gewürze & Delikatessen Eppendorfer Baum 43
20249 Hamburg
Tel.: 0 40-46 07 26 76
Link: https://www.violas.de/standorte/violas-hamburg-eb.html

Die Gewichtsabnahme im Rahmen einer Low-Carb Diät

Bei einer fettreichen Ernährung wird bei der Verdauung das Fett in Kohlenhydrate umgesetzt. Umgekehrt führt ein übermäßiger Einsatz von Kohlenhydraten, zu denen unter anderem verschiedene Zucker gehören dazu, dass der Körper ungewollte Fettdepots bildet.

Es gibt Diäten, die darauf abzielen, dass der Mensch weniger Kohlenhydrate und Fett zu sich nimmt, die als „Low-Carb Diäten“ bezeichnet werden. Diese helfen mit einer verminderte Kohlenhydrat-Zufuhr, an Gewicht abzunehmen.

Die Kohlenhydrat Diät in ihrer Anwendung

Dieser Diät ist einfach zu folgen, weil sie leicht verständlich ist. Sie ist für den Körper zugleich angenehm und wird von ihm gut zu vertragen, weil bei er Ernährung Kohlenhydrate durch andere, gesündere Ernährungsbausteine ersetzt werden. Anwender sollten allerdings darauf achten, dass sie keinen Allergien gegen diese Ernährungsbausteine ausgesetzt sind. Eiweißprodukte und das Eiweiß selbst nimmt in dieser Diät eine besondere Rolle bei der Ersetzung von Kohlenhydraten ein. Sie helfen, Kohlenhydrate, zu denen verschiedene Zucker gehören, aus dem Speiseplan zu verbannen. Bei einer gesunden Ernährung gelten Süßigkeiten, Fertiggerichte und Fast Food als ein Tabu. Es wird mit dieser Diät ein Ernährungsverhalten eingeführt, sodass Menschen bei der richtigen Anwendung über die Zeit weniger Kilos auf die Waage bringen.

Was genau sind Kohlenhydrate?

Es gibt drei entscheidende Gruppen von Nährstoffen. Diese bestehen aus den Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen, die in tierische und pflanzliche Lebensmittel aufgegliedert werden. Kohlenhydrate werden beispielsweise auf Basis kurzkettiger Zuckermoleküle gebildet und dienen dem menschlichen Körper als Lieferant von Energie. In der Ernährung kann der menschliche Körper bei der Ernährung nicht ganz ohne Kohlenhydrate auskommen. Er sollte trotzdem deren Aufnahme verringern. Kohlenhydrate finden sich in Pflanzen, wie Gemüse und Obst wieder und tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei.

Als Kristallzucker ist Zucker in Fertiggerichten, wie Pizzas, Suppen und anderen Speisen zu finden, die einen hohen Anteil enthalten, sodass diese Nahrungsmittel zu viele Kohlenhydrate aufweisen. Da der Körper Kohlenhydrate zum Aufbau von Gehirn- und Muskelmasse braucht, versucht diese Diät die Einnahme von Kohlenhydraten zu vermindern und diese durch andere Ernährungsbausteine zu ersetzen, damit der Körper gleichzeitig an Gewicht verliert.

Fazit

Der Anwender einer Low-Carb Diät muss sich im Klaren darüber sein, dass dieser sein Ziel der Gewichtsabnahme nur erreichen kann, wenn er diese Diät versteht, um sie richtig umzusetzen. Im Wesentlichen muss er erkennen, dass die Einnahme von Fetten und Kohlenhydraten bei der Ernährung reduziert werden müssen. Und er Kohlenhydrate und Fette durch andere Nährstoffe, wie sie beispielsweise in Eiweißprodukten vorkommen, ersetzen muss, will er sein Körpergewicht reduzieren und gleichzeitig gesünder leben. Er muss zudem einen starken Willen haben, um diese Diät durchzuziehen.