Jeder Mensch, ungeachtet seiner sozialen Stellung, Denk- oder Lebensweise, Herkunft oder Rasse, trägt in sich einen unverlierbaren Wert: seine Menschenwürde. Diese garantiert seine absolute Gleichwertigkeit mit allen Menschen und gibt jedem dasselbe Recht, sich frei für das eigene Wohl und das anderer einzusetzen.
In allen Gesellschaften stellen Lebensbedingungen, wenn sie zu hart sind, Schwierigkeiten sich häufen und zu lange dauern, diese Freiheit in Frage und lassen Menschen ins soziale Abseits gleiten. Dies zeigt, dass nicht alle Menschen die notwendigen Chancen erhalten, sich ihren Fähigkeiten entsprechend entwickeln und frei handeln zu können.
"Jeder Mensch ist eine Chance für die Menschheit", war ein Leitgedanke des Gründers von ATD Vierte Welt, Père Joseph Wresinski.
Eine Gesellschaft, die auf dieser Einsicht und der oben genannten Überzeugung aufbaut, holt die am meisten Benachteiligten in ihre Mitte, um ihnen wirkliche Chancengleichheit in Persönlichkeitsbildung, Selbstbestimmung und Teilnahme am Leben der Anderen zu sichern. Ihre Erfahrung mit Armut und sozialer Ausgrenzung sind Anstoß, gemeinsam das Zusammenleben in unserer Gesellschaft menschlicher zu gestalten.
Aus diesen Gründen setzt sich die internationale Bewegung ATD Vierte Welt für eine Gesellschaft ein, in der niemand beiseite gelassen wird und die Prioritäten stets ausgerichtet werden zugunsten der am meisten Benachteiligten. An deren Fortschritt lässt sich messen, ob wir unserem Ziel, einer wirklich gerechten Gesellschaft für alle, näher kommen.
Freiwilliges und verantwortliches Handeln - persönlich und gemeinsam - sind die Grundlage für deren Verwirklichung.
Die internationale Bewegung ATD Vierte Welt stützt sich auf das Engagement von Menschen, die Armut aus eigener Erfahrung kennen, auf Menschen, die sich innerhalb der Gesellschaft und in ihrem eigenen Umfeld für die Anerkennung und die Rechte Ausgegrenzter einsetzen, und Menschen, die langfristig und verbindlich mit den Ärmsten einen gemeinsamen Weg gehen.
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